LITERATUR ALS HYPERTEXT IM WEB ODER HAT DIE LITERATUR EINE DIGITALE ZUKUNFT?

  • Anđelka Krstanović

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Nachdem Jay David Bolter und Michael Joyce 1987 auf der First Hypertext Conference Storyspace als Programm für Hyperfiction vorgestellt haben, trat auf der literarischen Szene eine neue Gestalt von Literatur auf, deren Entwicklungslinien schwer vorauszusehen waren. Das digitale Zeitalter hat somit mit seinen unüberschaubaren Möglichkeiten auch die Sphäre Literatur umfasst. Hypertext in Genettes Bedeutung der Überlagerung von Texten bekam nun eine neue Ausprägung nicht nur in Bezug auf die Relation Autor - Text, sondern auch in Bezug auf die Relation Autor - Leser. Die Autoren nutzten die neuen Möglichkeiten der Textgestaltung und veröffentlichten ihre Werke in Programmen Hypercard und Storyspace. Ihre Hypertexte wiesen eine nicht-lineare Struktur auf und der Leser bewegte sich frei durch das Geflecht dank einer alternativen Navigation durch Hyperlinks.


Dieser Beitrag hat zum Gegenstand den Hypertext, dessen Konsequenzen für die Produktion von Literatur bzw. für die Autorschaft, Vermittlung und Rezeption hinterfragt werden. Insbesondere werden in der Analyse die Aspekte der Vernetzung von Text, dessen Offenheit, Entwicklung in Richtung Multimedia und die Angewiesenheit der Autoren auf eine Interaktion mit dem Nutzer berücksichtigt. Nicht zuletzt wird in die Analyse die Grenzüberschreitung zwischen Text und Leser einbezogen sowie das künftige Potenzial des Lesers als Kreators.

Objavljeno
06. 12. 2022.
Kako citirati
KRSTANOVIĆ, Anđelka. LITERATUR ALS HYPERTEXT IM WEB ODER HAT DIE LITERATUR EINE DIGITALE ZUKUNFT?. Komunikacija i kultura <em>online</em>, [S.l.], v. 13, n. 13, p. 139-153, дец. 2022. ISSN 2217-4257. Dostupno na: <https://komunikacijaikultura.org/index.php/kk/article/view/2022.13.13.8>. Datum pristupa: 01 феб. 2023 doi: https://doi.org/10.18485/kkonline.2022.13.13.8.
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